MindRider: Radfahrer vor Unfällen schützen, bevor sie passieren

Am 06.11.2012 von Martin Randelhoff

Fahrradfahrer trage bei Unfällen mit Fahrzeugen meist die stärkeren Verletzungen zurück. Heutzutage erkennt man noch nicht, wie ein Radfahrer reagieren wird, ob er unter Stress oder ganz entspannt ist. Dies soll sich in Zukunft mit einer Erfindung von Arlene Ducao (MIT Media Lab) ändern.

Die Masterstudentin Arlene Ducao, die am MIT Media Lab studiert, hat einen Fahrradhelm entwickelt, der die Gedanken des Radfahrers messen kann. Der “MindRider” soll der Verkehrssicherheit dienen, da andere Verkehrsteilnehmer erkennen können, in welchem Gemütszustand sich der Fahrradfahrer befindet.

 

Im Inneren des Fahrradhelms befinden sich mehrere EEG-Sensoren, welche ständig die Hirnströme messen. Der MindRider ist mit mit einem NeuroSky MindSet ausgestattet, in dem zehn verschiedene Hirnströme und die damit zusammenhängenden Gemütszustände hinterlegt. Unter anderem kann der Fahrradhelm Angst, Aufregung und Konzentration erkennen.

 

Die verschiedenen Gemütszustände haben verschiedenen Einfluss auf die Verfassung des Radfahrers und somit auf die Entscheidungen und das Verhalten. In Kombination mit anderen Verkehrsteilnehmern beeinflusst dies direkt die Verkehrssicherheit.

 

Außenstehenden wird der Zustand des Radfahrers über mehrere LED an der Außenseite des Helms angezeigt. Leuchtet der Helm rot, so steht der Fahrer unter Stress. Bei grünen LEDs hat der Radfahrer einen niedrigen Stresslevel. Am Schlechtesten sind rot flackernde LED. Dies bedeutet nämlich Panik.

 

Mindrider

 

In Zukunft soll MindRider mit weiteren EEG-Kontakten, Näherungssensoren und Hinweisleuchten, die sich nicht direkt am Helm befinden, ausgestattet werden. Ein Speicherchip könnte Fahrbewegungen und Zustand des Fahrers bei Unfällen und anderen Gefahrensituationen klären helfen. Technik, die in Zukunft einen wirklichen Unterschied machen könnte.

 

Weitere Informationen über MindRider

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