Agenda 38/14

Am 15.09.2014 von Haruki

Wie Employer-Branding durch Big Data gewinnt

Im „War of Talents“ rüsten sich nun auch HR-Abteilungen mit Big Data Analysen zur Stärkung der Employer-Brand. Unternehmen versprechen sich durch die Aggregation und Auswertungen vielfältiger Datenquellen, ihr Verständnis über die Bedürfnisstruktur von potentiellen Mitarbeiter zu verbessern und sich so stärker als passender Arbeitgeber zu positionieren. So können Antworten auf Fragen gefunden werden, wie z.B. die richtige Tonalität in der Interaktion mit Bewerbern zu sein hat, wie Anschreiben formuliert sein sollten oder wie hoch wettbewerbsfähige Gehälter zu sein haben. Welche Kernkompetenzen von Bewerbern wirken sich langfristig positiv auf den Unternehmenserfolg aus? Welche Bewerber verlassen das Unternehmen schnell wieder? Welche Mitarbeiter lassen sich langfristig binden? Darüber hinaus lässt sich auch zusätzliches Wissen über die Bedürfnisse und (brachliegenden) Kompetenzen der eigenen Mitarbeiter über Big Data generieren, was sich wiederum auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter und auf die Produktivität auswirkt.

 

Der Big Data Ansatz ermöglicht das sammeln von Insights über das eigene Unternehmen. Statt die Marke allein aus Annahmen über allgemein gültige Erfolgsfaktoren attraktiver Arbeitgeber zu entwickeln, kann die Employer-Brand stärker aus den Einstellungen und Bedürfnissen der Mitarbeiter und Bewerber heraus gedacht werden. Big Data stellt eine Möglichkeit dar, Feedback durch die adressierte Zielgruppe einzuholen.

 

Wie immer bei Big Data finden wir den Ansatz dann zielführend, wenn die Datenqualität vor der Datenquantität steht und die Intelligenz in den Algorithmen und der Auswertung stecken. Denn Ziel kann es nicht sein, die Charakteristika der eigenen EmployerBrand als „Fähnlein im Winde“ den Wünschen der Arbeitnehmer anzupassen. Ziel muss es sein, im Unternehmen für die Merkmale der eigenen Unternehmenskultur, die zur Kultur der Bewerber passen, sensibilisier zu werden und diese Merkmale stärker zu leben. Dann lässt sich auch ein authentisches und nachhaltiges Erlebnis beim Mitarbeiter erzeugen. Dafür muss das Unternehmen zunächst diese Schnittmenge definieren können, um dann die Big Data Algorithmen dementsprechend anzuwenden.

Artikel kommentieren

Ähnliche Beiträge